Gewalt in Deutschland nimmt drastisch zu
Bei der jährlichen Herbsttagung des Bundeskriminalamtes diskutieren Sicherheitsexperten noch bis morgen über die Frage »Ursachen und Dynamiken von Gewalt – wie brechen wir die Welle?
Der Anstieg der Gewaltkriminalität ist steil
Armut führt zu Gewalt
»Der Anstieg der Gewaltkriminalität ist steil«, sagte BKA-Chef Holger Münch in Wiesbaden. Diese »Welle« zu brechen sei eine große Herausforderung für die Polizei und die gesamte Gesellschaft. Mein Kollege Wolf Wiedmann-Schmidt ist bei der Tagung dabei. In seinem Text beschreibt er etwas, was nachdenklich machen sollte: Als einen der beiden wichtigsten Faktoren für die Zunahme der Gewalt sieht das BKA die schwierige wirtschaftliche Entwicklung. Infolge des Ukrainekriegs schossen die Preise in die Höhe, die Inflation wurde laut Umfragen zu einem der drängendsten Probleme der Menschen in Deutschland. Laut BKA korreliere dies mit der Zahl der Gewaltdelikte, in ökonomisch schwächeren Regionen fielen die Fallzahlen höher aus.
Verteilungskampf gewinnt in diesem Zusammenhang eine ganz sprichwörtliche Bedeutung
Mit anderen Worten: Armut führt zu Gewalt. Das Wort Verteilungskampf gewinnt in diesem Zusammenhang eine ganz sprichwörtliche Bedeutung. Deutschland hat ein Jahrzehnt erlebt, in dem die Zahl der Gewalttaten fast kontinuierlich zurückging. »Die Zeit der Glückseligkeit ist vorbei, das ist die Botschaft des BKA«, sagt Wolf. Die Zahlen wurden noch erhoben, bevor die israelfeindliche und antisemitische Gewalt nach dem Überfall der Hamas in die Höhe schoss. Sie beziehen sich auf Auseinandersetzungen auf Straßen, an Bahnhöfen, in Kneipen. »Die Bundesrepublik ist brutaler geworden«, so Wolfs Fazit.
Die Zeit der Glückseligkeit ist vorbei
"Der Leiter der Abteilung für Bürgersicherheit, Iován Elías Pérez Hernández, traf sich mit dem Verbindungsbeamten des Bundeskriminalamts (BKA) an der deutschen Botschaft in Mexiko-Stadt, Götz Knobloch; dem Sicherheitsattaché der deutschen Botschaft, Philipp Schulz; dem Ersten Sekretär und Politischen Attaché der deutschen Botschaft, Lars Behrend; und dem Honorarkonsul Deutschlands in Querétaro, Thomas Wagner." #CQCIAS